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Presseecho zum 12. Böckstiegellauf:
(zum bequemen Nachlesem im .pdf-Format)

Haller Kreisblatt
Westfalenblatt


Auf dem »Peter« geht’s los: Am Parkplatz zwischen Hoberge und Steinhagen macht sich eine Riesenschar von Läufern auf den Weg. Hier beim 10-km-Start angeführt von Hendrik Pohl (Nr. 2261), Sieger Elias Sansar (links dahinter) und Neilan Kempmann (mit Brille) Foto: Sören Voss

Triumph der Triathleten

12. Böckstiegellauf: Marius Güths und Melanie Genrich siegen souverän

Werther. Cross über Stock und Stein durch den Wald, steil bergan zur Drachenschanze auf dem Hengeberg, dann leichtfüßig auf Asphalt nach Werther: Drei Disziplinen müssen Böckstiegel- Läufer beherrschen. Kein Wunder, dass bei der zwölften Auflage am Samstag Triathleten dominiert haben.

Den Sieg über die klassische 18-km-Distanz holte sich Marius Güths von der SV Brackwede, der als Ausdauer-Dreikämpfer für das Zweitligateam von Bayer Uerdingen startet. In Abwesenheit von Titelverteidiger Damian Janus, Streckenrekordler Amanal Petros (58:35 im Jahr 2013) und dem Vorjahresdritten Jan Kerkmann (Start beim Berlin-Marathon) nutzte der 24-Jährige Bielefelder die Gunst der Stunde. Mit 29 Sekunden Vorsprung verwies Güths zwei andere Triathleten vom TV Lemgo auf die Plätze zwei und drei: Felix Manske, der noch als Spitzenreiter in den schweren Anstieg

bei Kilometer sieben gegangen war, und Clemens Coenen, 2008 der schnellste Amateur bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii.
Den Sieg bei den Frauen holte sich Melanie Genrich (DJK Gütersloh), die offenbar in Bestform in den Trailrunning-Cup gestartet ist. Nach ihrem Auftakterfolg beim Bielefelder Run&Roll-Day dominierte die Gütersloherin den zweiten Lauf der sechsteiligen Serie mit drei Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Victoria Willcox- Heidner vom Mitausrichter LC Solbad Ravensberg. »Ich war nicht sicher, ob es gut ist, gleich vorneweg zu laufen, aber es lief heute super«, strahlte Genrich. Der Wechsel in die Trainingsgruppe von Thomas Heidbreder bei der SV Brackwede scheint sie zu beflügeln: »Da werden neue Reize gesetzt. Und ich habe einfach Spaß, mal wieder Trail zu laufen, nachdem ich hier seit etlichen Jahren nicht gestartet bin.« Victoria Willcox Heidner konnte ihre gute Form von der Straßenlauf-DM (Bronze in der W40) nicht ausspielen: »Ich hatte muskuläre Probleme, die mich besonders berghoch gebremst haben. Hintenraus ging es dann überraschend doch wieder besser, sodass ich mit Platz zwei ganz zufrieden bin.« Ihre Klubkameradin Sabine Engels verfehlte 17 Sekunden hinter der Herforderin Bianca Richter als Vierte die Treppchenplätze: »Der Kopf wollte, aber die Beine nicht so richtig. Speziell auf den Straßenabschnitten ging es nicht wie gewünscht.«
Ganz anders Gesamtsieger Marius Güths – nach zwei fünften Plätzen in der Vergangenheit spielte er seine Streckenkenntnis aus: »Auf dem langen Anstieg habe ich mich auch schon mal abgeschossen. Heute konnte ich mir die Kräfte gut einteilen und die beiden Lemgoer bergrunter dann abhängen.« Hinter zwei Trailcup-Teilnehmern auf den Rängen fünf und sechs kämpften zwei M45-Routiniers um den Titel »schnellster Läufer aus dem Altkreis«. Dirk Strothmann (Jahrgang 1969) vom LC Solbad, schon achtmal auf dem Podium, holte sich dieses Prädikat als Siebter und war angesichts seines eingeschränkten Trainingsaufwands mit der Endzeit sehr zufrieden. Nur acht Sekunden später folgte der drei Jahre ältere Raoul Kempmann, der anderthalb Minuten schneller war als im Vorjahr: »Auf der Straße lief es richtig gut, aber Dirk war nicht mehr zu packen.«

Von Gunnar Feicht, Westfalenblatt vom 28.09.2015

Sieger am Ziel: Marius Güths hat
die 18 km dominiert.
Über 18 km eine Klasse für sich: Siegerin Melanie Genrich hat der Wechsel in die Trainingsgruppe der SV Brackwede offenbar beflügelt.

Sonne scheint auf Rekordzahlen

Insgesamt 1526 Aktive im Ziel – »Zehner« boomt – Elias Sansar und Isabel Dickob vorn

Werther (guf). Strahlender Sonnenschein, ideale Temperaturen – ein Wetter für Rekorde: Den wichtigsten hat der Böckstiegel- Lauf mit Blick auf die Teilnehmerzahl gebrochen. Mit 1526 Aktiven im Ziel (759 über 18 km, 421 über 10 km, 43 beim Walking und 303 in den Schülerläufen) stellte die zwölfte Auflage die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2012 (1485) in den Schatten.
Wegen des tollen Wetters hatten wir viele Nachmeldungen. Außerdem haben die kritischen Worte zur Resonanz auf den Schülerlauf viel bewirkt und der Trend zu den kürzeren Einsteigerstrecken hat beim 10-km-Lauf die Zahlen steigen lassen«, sagte Hubert Kaiser in seinem Fazit. Der Vorsitzende des sportlichen Ausrichters LC Solbad Ravensberg freute sich mit dem Orga-Team über einen Schub von 316 (im Vorjahr) auf diesmal 421 »Finisher« beim Zehner. Während über die lange Distanz neue Sieger ganz oben standen, dominierten über die 10-km-Strecke (ohne den schweren Anstieg zum Hengeberg) bekannte Gesichter. Elias Sansar, der siebenfache Hermannslauf-Gewinner, verbesserte seinen eigenen Streckenrekord auf 32:28 Min.: »Zwei Wochen vor dem Essen-Marathon war das der richtige Tempolauf unter Wettkampfbedingungen. Die 18 km wären zu hart gewesen. Meine Zeit ist super, nachdem ich die ersten 5 km im Wald wegen der Steine und Wurzeln noch etwas vorsichtig gelaufen bin.« Der Brackweder Hendrik Pohle lief, nur 16 Sekunden zurück, einen hochwertigen zweiten Rang heraus, gefolgt vom Solbader Nachwuchsmann Paul Hundeloh, der in 35:31 sein großes Potenzial bestätigte.
Im Vorjahr Zweite, gewann Isabel Dickob diesmal die Frauenwertung und blieb unter 40 Minuten. Die 22-Jährige ist in Werther aufgewachsen und studiert jetzt in Münster. Im Juli holte sie sich im Dress der LG Brillux Münster den Westdeutschen Vizemeister-Titel im 3000-m-Hindernislauf. Die 10 km sind das ideale Sprungbrett für Talente: Katharina Erdmann (Jahrgang 1999), die seit 2014 mit Bestzeiten in ihrer Altersklasse aufhorchen lässt, holte sich Rang zwei, bei den Männern rannte der noch zwei Jahre jüngere Neilan Kempmann ausgezeichnete 37:56 und wurde damit als kaum 14-Jähriger Gesamt-Elfter unter 256 Läufern. Auch beim 10-km-Walking beherrschte Lokalkolorit das Feld. Die schnellste Frau (Hilke Engel- Majer in 1:08:41 Std.) und der schnellste Mann (Friedhelm Schröder in 1:12:17) sind im Zielort Werther zuhause.
Im Hauptlauf über 18 km holten sich neben Dirk Strothmann und dem Damen-Duo Willcox-Heidner/ Engels weitere heimische Aktive Altersklassensiege: Jörn Strothmann gewann die M40, Marianne Niemann die W60 und Karl-Friedrich Anwander (1:27:43) die M70. Simeon Schipke aus Werther war in 1:26:56 Std. bester U20-Jugendlicher im großen Feld. Ein Sieger vergangener Jahre hielt sich diesmal unauffällig im erweiterten Vorderfeld: Der Niederländer Caimin Stevens, 2010 in 1:03:43 die Nummer eins, belegte diesmal mit 1:09:17 den elften Rang.  

Westfalenblatt vom 28.09.2015

Laufen in schöner Landschaft: Am Flugdrachenstartplatz in der Nähe der Gaststätte Bergfrieden haben die Athleten knapp die Hälfte der 18 Kilometer langen Strecke zurückgelegt. FOTO: C. MEYER

Güths hat noch Körner

12. Böckstiegellauf: Über 18 Kilometer gewinnen der 24-jährige Brackweder und die 37-jährige Melanie Genrich von der DJK Gütersloh jeweils zum ersten Mal. Auch die Lokalmatadoren überzeugen

Die sportliche Herausforderung, die der Böckstiegel-Lauf mit sich bringt, ist wohl unbestritten. Das Panorama des Landschaftslaufs aber lenkt immerhin manchmal von der Mühsal ab. „Dafür hat es sich schon gelohnt“, entfährt es einem der Läufer, als er vom Flugdrachenstartplatz in der Nähe des Bergfriedens ins Tal herabschaut. Ein anderer flachst mit den Samstagsausflüglern, die sich es am Hang gemütlich gemacht haben: „Na, geht es euch noch gut?“ Güths und Genrich dürften bei aller Schönheit der Natur vor allem Platzierung und Zeit im Auge gehabt haben.

Werther. Ein Gesamtsieg blieb dem Ausrichter LC Solbad Ravensberg versagt, aber auch bei der zwölften Auflage mischten heimische Läufer im 18-Kilometer-Rennen (175 weibliche und 584 männliche Finisher) vorn mit. W 40-Seniorin Victoria Willcox-Heidner, die 2013 vor der Favoritin Franzi Bossow gewonnen hatte, wiederholte ihren zweiten Rang vom Vorjahr. Genrich aber dominierte am Samstag das Frauenrennen von Beginn an.
„Man kann das ja mal versuchen, Und heute hat’s eben geklappt“, freute sich die 37- Jährige. Ihr erster und bislang einziger Start beim Böckstiegel- Lauf liegt schon lange zurück. Jetzt hat sie auch optimal für den Trailrunning-Cup gepunktet und ihre Favoritenrolle bestätigt. Mitbewerberin Victoria Willcox-Heidner ist noch nicht abzuschreiben. „Heute lief es nicht wie erhofft“, bilanzierte die frühere deutsche Spitzenläuferin, „schon in der letzten Woche machten mir Magnesiummangel und Krämpfe zu schaffen.“ Sie sei aber nicht unzufrieden mit ihrem Lauf, stellte sie klar.
Auch LC-Vereinskollegin Sabine Engels zählte wieder zur Spitzengruppe: Nach zwei Bronzeplätzen lief sie hinter der Überraschungsdritten Bianca Richter aus Herford ein – als weitaus schnellste Wertheranerin und Klassenbeste in der W 45. Staunen konnte man einmal mehr über Marianne Niemann, die mit 1:24,52 Stunden in der W 60 überlegen war. „Diese Zeit und damit noch unter den Top Ten im Frauenfeld – was will man mehr?“, strahlte die 61-Jährige.
Bei den Männern nutzte der schon zweimal als Fünfter platzierte Brackweder Marius Güths die Chance zum ersten Sieg. Seine Herausforderer waren Triathleten vom TV Lemgo, vor allem Felix Manske machte anfangs viel Druck. „An den Anstiegen im Berg konnte ich Boden gutmachen und die Spitze übernehmen“, berichtete Güths. Anders als in den vergangenen Jahren habe er dann auf den Anstiegen vor dem Ziel noch über genügend „Körner“ verfügt. Als einziger Solbader schaffte W 45- Klassensieger Dirk Strothmann den Sprung in die Top Ten. Mit dem sechsten Platz und auch mit seiner Zeit (1:07:18 Stunden) zeigte er sich zufrieden: „Ich konnte ja nur wenig trainieren und habe dennoch nur eine Dreiviertelminute gegenüber 2014 verloren. Auch im Vergleich zu früheren Jahren bin ich nur wenig abgefallen“, resümierte der Routinier, dessen Bruder Jörn 14. wurde.
Als zweitbester M 45-Senior lief Raoul Kempmann auf Rang sieben ins Ziel – jubelnd mit emporgereckten Armen. Der für den TSVE Bielefeld startende Wertheraner gewann erneut die Lokalwertung und war mit 1:07:26 Stunden schneller als in den Jahren zuvor. Eine Steigerung gelang auch dem drittbesten LC-Starter Henning Weßling.

Von Claus Werner Kreft und Claus Meyer
Haller Kreisblatt vom 28.09.2015

Zum Abheben: Raoul Kempmann war in 1:07,26 Stunden wiederum schnellster Wertheraner. FOTO: C.-W. KREFT

Pohle treibt Sansar zum Sieg

Zehn Kilometer: Hermannslauf-Rekordsieger aus Detmold verteidigt seinen Titel bei der kürzeren Ausgabe

Werther (clam). 300 Meter hinter dem Start, da, wo das Feld sich nach einer Gabelung wieder zusammenfindet und auf dem Hermannsweg weiterläuft, gab noch Niklas Zschau das Tempo vor. Der spätere Fünfte von der Bielefelder TG setzte sich nach dem Startschuss an die Spitze, Sansar und Pohle reihten sich zunächst nur ein. Ab Kilometer vier liefen die beiden Schnellsten ein gemeinsames Rennen, in dessen Verlauf die Führung regelmäßig wechselte. Die Routine des neun Jahre älteren Sansar setzte sich schließlich durch. Dem Detmolder gelang nach den Erfolgen 2013 und 2014 in 32:28 Minuten der Titel-Hattrick, womit Sansar exakt zwei Minuten schneller war als vor einem Jahr. Pohle brauchte 16 Sekunden länger. Einen solch hartnäckigen und – beinahe – gleichwertigen Gegner hatte Sansar bei seinen vergangenen beiden Siegen nicht gehabt. Der dritte Platz ging in den Altkreis: Paul Moritz Hundeloh vom LC Solbad, Sieger des Oesterweger Feuerwehrlaufs, kam nach 35:31 Minuten ins Ziel. Frauensiegerin wurde die ehemalige Solbaderin Isabel Dickob vom LC Brillux Münster. In 39:51 Minuten blieb sie als Einzige unter 40 Minuten.

Haben den Rekord geschafft: Mehr als 300 Kinder und Jugendliche nahmen am Schülerlauf teil. Den Teilnehmerzuwachs erklären sich die Veranstalter mit der neuen Strecke, die durchs Wertheraner Zentrum führt. FOTOS A. SCHNEIDER

So viele Teilnehmer wie noch nie

Schülerlauf: Der LC Solbad und die Wertheraner WerbeGemeinschaft begrüßen beim Schülerlauf im Rahmen des Böckstiegel-Laufs 303 Kinder und Jugendliche. Der neue Parcours durchs Stadtzentrum kommt gut an

Werther (anke). Es war vieles neu und anders in diesem Jahr. Zum einen hatten die Organisatoren beschlossen, den Schülerlauf ins Stadtzentrum zu verlegen, was ihnen einen beachtlichen Teilnehmerzuwachs bescherte. „Eine gute und kluge Entscheidung", kommentierte Henning Tonn, der den Lauf als Sprecher am Mikrofon begleitete. Zum anderen fand der Lauf erstmals ohne Friedhelm Boschulte statt. Der Cheforganisator und Vater verschiedener Läufe wie der »Nacht von Borgholzhausen « hatte sich im vergangenen Jahr zur Ruhe gesetzt.
Das dritte Ereignis, das die Organisatoren aus den Reihen des LC und der WerbeGemeinschaft aus der Bahn geworfen hatte, war der Tod von Mitorganisator Ulrich Diekhaus. Alles zusammengenommen hatte zur Folge, dass hier und da Hektik aufkam, dass Kleinigkeiten nicht nach Plan liefen und es Änderungen im Zeitplan geben musste, damit alles reibungslos lief.
Am Ende des Tages konnten die Macher des Schülerlaufs aber zufrieden sein mit der Veranstaltung. Mit der Sicherheit im Gepäck, dass die Entscheidung für einen Rundparcours in der Innenstadt goldrichtig war, werden sie in die Planungen für das kommende Jahr einsteigen.
Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 15 Jahren hatten zweieinhalb Runden, insgesamt 2,5 Kilometer, zu absolvieren. Die Eltern, Verwandten und Freunde am Straßenrand hatten also mehrmals die Gelegenheit, den jungen Läufern zuzujubeln. Start war auf der Straße Am Bach hinter der Grundschule, Ziel der Venghauss- Platz. Unter den Läufern waren Teilnehmer aller Schulen aus Werther sowie Kinder und Jugendliche aus den örtlichen Vereinen. Aber auch Jungen und Mädchen benachbarter Vereine waren angetreten.
Felix Tiekemeier, Elias Denzel-Lantada und Alexander Frank, allesamt vom TSVE Bielefeld, erreichten das Ziel als Erste und waren damit Gesamtsieger des Schülerlaufs. Da nach Geschlechtern getrennt in jeder Altersklasse gewertet wurde, gab es am Ende 14 Sieger. Der Klassenpreis für die teilnehmerstärkste Klasse ging an die Klasse 3 b der Grundschule Werther. Der teilnehmerstärkste Verein war der TuS Langenheide.
Jeder Läufer erhielt Urkunde und Medaille. Die Sieger bekamen zudem noch einen kleinen Laufschuh aus Metall. „Sehr viel dekorativer als ein Pokal“, fand Sabine Lünstroth vom LC Solbad. Die Klassen- und Vereinssieger freuten sich über Geldpreise.

Haller Kreisblatt vom 28.09.2015

Insgesamt 320 Schüler und Schülerinnen tummeln sich im Startbereich am Rande des Stadtparks und sind bei strahlendem Sonnenschein mit viel Spaß bei der Sache. Zu Beginn sorgdas dichte Gedränge für einige Stürze, schwere Verletzungen gibt es jedoch glücklicherweise nicht. Insgesamt kommt die neue Streckenführung gut an. Foto: Jens Horstmann

Dauerjubel trägt Nachwuchs ins Ziel

Geänderte Streckenführung kommt an: 320 Jungen und Mädchen nehmen am Böckstiegel-Lauf teil

Werther(WB). Eine neue Route für den Schüler-Lauf hat am Samstag noch mehr Jungen und Mädchen an den Start gebracht als sonst. 320 Teilnehmer rannten durch die Stadt – das sind stolze 120 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt 2,5 Kilometer mussten die Schüler bei strahlenden Sonnenschein und optimalem Läuferwetter zurücklegen. Lag der Start in der Vergangenheit weit außerhalb des Zentrums, hatten sich die Veranstalter etwas einfallen lassen. »Bei dem ehemals drei Kilometer langen Lauf kam man erst ganz zum Schluss zum Venghaus Platz. Durch die veränderte Streckenführung als Rundkurs laufen die Schüler nun dauerhaft durch den Stadtkern und können so viel besser von Eltern, Großeltern und Bekannten unterstützt werden«, erläutert Sabine Lünstroth vom Organisationsteam. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte: »Die neue Strecke ist sehr gut angenommen worden«, bilanziert sieht. Einzig beim Start im Stadtpark sieht sie Verbesserungsbedarf. Die Schüler liefen nach dem Startschuss direkt über einen verengten Weg. Dieser »Trichter« sorgte aufgrund der vielen Kinder für einige Rempler, bei denen jedoch niemand zu Schaden kam. »Eigentlich war das auch ganz anders geplant. Die Startmarkierung war schlichtweg falsch abgezeichnet worden. Und bei den Trainingsläufen sind wir auch an einem anderen Punkt gestartet«, erklärt Lünstroth.
Nach der erfolgreichen Bewältigung der Strecke gab es im Zielbereich, genau wie für die »großen« Läufer später Äpfel und Bananen aus dem Apfelgarten Linhorst, gekühlte Getränke und sogar ein Massagezelt. So konnten sich auch die kleinen Sportler nach dem anstrengenden Rennen ordentlich von den Physiotherapeuten der Praxis Majer/Engel-Majer die Müdigkeit aus den Muskeln kneten lassen. Und das mit Genuss, wie die zufriedenen Gesichter auf den Massagebänken erahnen ließen. Als die Nachwuchssportler sich gestärkt und die Schweißtropfen getrocknet hatten, kam es auf der Bühne am Venghausplatz zur Siegerehrung. Die Schnellsten in den verschieden Altersklassen waren: Felix Tiekmeier (M u14/8:13), Elias Denzel-Lantada (M u16/8:24), Fabian Jarosch (M u12/9:31), Lara Haubrock (W u14/ 9:33), Laura Karwinkel (W u16/9:56), Sarah Strothmann (W u12/10:00), Kevin Hübner (M u10/10:03), Maxine Schley (W u10/10:35), Jonah Schupp (M u8/10:53) und Lucy Fahle (W u8/12:09.). Sie alle bekamen eine Siegerurkunde, eine Medaille und Bonbons. Die 150 Euro für die zahlenmäßig am stärksten vertretende Klasse ging an in der Klassenkasse der 3b der Grundschule Werther. Von 23 Schüler und Schülerinnen waren 21 die Strecke gelaufen. Die größte Gruppe stellte der TuS Langenheide mit 35 Nachwuchskräften.

Von Jens Horstmann, Westfalenblatt vom 28.09.2015


FOTO: C.-W. KREFT

Erster Trainingslauf bei Sonnenschein

Werther/Borgholzhausen (cwk). Ein Angebot, das bei den Freunden des Böckstiegellaufs eine gute Resonanz findet: Obwohl am Sonntagmorgen der erste von drei Trainingsterminen noch in die Sommerferien fiel, versammelten sich rund 60 Laufbegeisterte bei Peter auf’m Berge und machten sich unter strahlender Sonne auf den Weg durch den Teuto nach Werther. Mehrere Gruppen, gestaffelt nach Leistungsstärke, angestrebter Laufzeit und Streckenlänge (18 oder 10 Kilometer), wurden von Lauftreffleitern des LC Solbad betreut. Das Training nutzten auch zwei Anwärterinnen auf Medaillenplätze am 26. September, Victoria Willcox- Heidner und Sabine Engels. Weitere Trainingsläufe gibt es am Samstag, 29. August, und am Freitag, 11. September.


Zufrieden nach getaner Arbeit: Isabel Bertels (von links), Jürgen Schönke, Tobias Bertels und Wilfried Krüger am Schild.
FOTO: P. KREUTZER

Ein Schild mit den wichtigsten Hinweisen

LAUFEN: LC informiert über Böckstiegel-Lauf

   Werther (pik). Drei halten fest, einer schraubt und hämmert: Mit vereinten Kräften haben Mitglieder aus dem Organisationsteam für den Böckstiegel-Lauf jetzt am Rande des Parkplatzes bei Peter auf’m Berge ein Hinweisschild für die Veranstaltung angebracht. Auf dem Parkplatz wird am Samstag, 26. September, der Start des beliebten Volkslaufes über 18 und zehn Kilometer erfolgen.

Auf dem Schild sind die wichtigsten Infos zum Lauf und zur Anmeldung enthalten. Auch diejenige, dass das Parken auf dem Platz am Wettkampftag nicht möglich sein wird. Das Schild ist von der Straße aus für Autofahrer, die von Bielefeld nach Steinhagen unterwegs sind, gut sichtbar. Vor allem aber soll es diejenigen ansprechen, die dort beim Training auf dem Hermannsweg zwischen Sparrenburg und Ascheloh vorbeikommen. „Auf diese Weise  wollen wir Werbung für den Lauf machen“, sagt Isabel Bertels, die das Schild gemeinsam  mit ihrem Ehemann Tobias sowie mit Jürgen Schönke und Wilfried Krüger errichtete.
Nur wenige Schritte entfernt hat Schönke an einer Infotafel zum Naturpark Teutoburger Wald einen Zettel befestigt, der weitere Hinweise rund um den Böckstiegel-Lauf enthält. Nämlich die Termine für die öffentlichen Trainingsläufe auf der Originalstrecke, die der LC Solbad Ravensberg anbietet. Der erste Trainingslauf wird am Sonntag, 2. August, ab 9.30 Uhr angeboten. Weitere Termine sind Samstag, 29. August, 15 Uhr, und Freitag, 11. September, 18 Uhr. Jeweils eine halbe Stunde früher fährt vom Wertheraner Venghauss-Platz ein Shuttle-Bus zum Start auf dem Parkplatz bei Peter auf’m Berge. Auf dem Venghauss-Platz wird auch am 26. September wieder das Ziel des Böckstiegel-Laufes sein.
Beim LC Solbad, der bei der Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung Unterstützung durch die Werbegemeinschaft Werther erhält, rechnet man für die mittlerweile zwölfte Auflage mit einer ähnlich hohen Teilnehmerzahl wie 2014, als insgesamt 1473 Läufer und Walker auf den 18- und Zehn-Kilometer- Strecken starteten. Eine Änderung wird es beim Schülerlauf geben. Dieser führt anders als bisher nicht mehr über drei, sondern über zweieinhalb Kilometer und wird nicht mehr bei Steffen Rosen gestartet, sondern am Bus-Wendepunkt Grundschule. Mit dem verkürzten Rundkurs durch die Innenstadt von Werther wollen die Veranstalter noch mehr Schülerinnen und Schüler als bisher zum Mitlaufen animieren.
Alle Informationen rund um den Lauf und die Anmeldung stehen auf der unten angegebenen Internetseite bereit.
www.boeckstiegel-lauf.de


Weike machts zum zweiten Mal

Bürgermeisterin nimmt am Böckstiegel-Lauf teil

   Werther (aha). Bürgermeisterin Marion Weike wagt sich zum zweiten Mal auf die Strecke. „Ja, es stimmt“, lacht sie, „ich werde wieder beim Böckstiegel-Lauf starten“. Am 26. September nimmt sie die zehn Kilometer in Angriff, im Walken, nicht im Laufen („damit hab’ ichs nicht so“) – und zwar ganz freiwillig.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr war das noch anders; „leichtsinniger Weise“, wie sie mit einem Schmunzeln erzählt, hätte sie damals im Vorfeld geäußert, wie schön es wäre, auch mal mitzumachen. „Schon haben mich die Veranstalter beim Wort genommen.“
Am Ende hat es ihr viel Spaß gemacht, in ordentlichen 1:28 Stunden kam sie ins Ziel – und hat Blut geleckt. Als sie jetzt erneut gefragt wurde, zögerte Weike nicht lange und sagte zu. „Eine Zeit habe ich mir nicht vorgenommen. Die vom Vorjahr wäre gut. Hauptsache, ich werde nicht Letzte. Das ist meine Horrorvorstellung.“ Sobald das Freibad öffnet, werde sie mit dem Training beginnen. „Ich schwimme gern, und das war im vergangenen Jahr eine gute Vorbereitung.“
Nicht gut vorbereitet sei sie hingegen bei der Volksradtour am vergangenen Wochenende angetreten. „Keine gute Idee“, sagt Marion Weike, die bis heute die Nachwirkungen spürt. „Mein Muskelkater war so groß, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob ich im Rathaus den Fahrstuhl benutzen soll. Das habe ich dann aber doch gelassen.“
Für den Böckstiegel-Lauf hat sich Marion Weike eigentlich als Laufpartner Landrat Sven-Georg Adenauer gewünscht, der seinerseits geäußert hatte, gern an Werthers großem Laufereignis teilzunehmen. „Das ist auch so“, bekennt er. Leider sei er in diesem Jahr verhindert. „Aber ich werde das auf jeden Fall noch machen“, verspricht der Hobbyläufer – worüber sich auch Marion Weike sehr freuen dürfte.

Haller Kreisblatt vom 12.05.2015, Foto: A. Hanneforth